Venedig könnte nach Schätzungen ab dem Jahr 2300 versinken. Die italienische Lagunenstadt liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, auch der Boden sinkt ab. Besonders gefährdet ist der Markusplatz, einer der tiefstgelegenen Punkte der Stadt.
Ein internationales Forschungsteam um den Klimaforscher Piero Lionello von der Universität Salento hat vier mögliche Strategien untersucht, um Venedig vor den steigenden Wasserständen zu schützen. Grundlage der Analyse sind Projektionen für einen Zeitraum von bis zu 300 Jahren.
MOSE reicht wohl nur begrenzt
Nach den Berechnungen könnte das bestehende Dammschutzsystem MOSE voraussichtlich nur bis zu einem Meeresspiegelanstieg von etwa 1,25 Metern wirksam bleiben. Dieser Wert könnte selbst unter optimistischen Annahmen bis zum Jahr 2300 überschritten werden.
Als nächste Stufe sehen die Forschenden zusätzliche Schutzanlagen wie ringförmige Deiche vor. Solche Bauten könnten ab einem Anstieg von rund fünf Metern notwendig werden. Dieses Szenario könnte bereits gegen Ende dieses Jahrhunderts eintreten.
Die Kosten für diese Lösung werden auf 500 Millionen bis 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Damit steht für die Stadt nicht nur die Frage des Schutzes, sondern auch die der langfristigen Anpassung an den steigenden Meeresspiegel im Raum.














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