Mit dem zunehmend wärmeren Wetter startet in Wien die Fernkälte in die Saison. Bei Großkunden wie Bürohäusern und Spitälern steigt der Kühlbedarf, deshalb werden in einer Kältezentrale unter dem Schottenring neue Kältemaschinen hochgefahren.
„Bei der Fernkälte liefern wir kaltes Wasser mit plus sieben Grad an unseren Kundinnen und Kunden“, sagte Burkhard Hölzl, Fernkälte-Experte bei Wien Energie. Die Kunden kühlen damit ihre Objekte, etwa Spitäler, Bürogebäude und Hotels. Das erwärmte Wasser fließt danach wieder zurück in die Kältezentrale und wird dort erneut abgekühlt.
In Wien gibt es derzeit acht Kältezentralen. In der Anlage unter dem Schottenring arbeiten neue, zum Teil stärkere Kältemaschinen, die nun auf Vollauslastung hochgefahren werden. Über die Kältezentrale Schottenring können insgesamt 400.000 Quadratmeter gekühlt werden. Ein Teil der Wasserkühlung erfolgt dabei im Donaukanal über Rohrsysteme und Wärmetauscher.
Mehr als 220 Kundinnen und Kunden werden derzeit mit Fernkälte versorgt, vor allem Großabnehmer. Zentral ist dabei der Fernkältering rund um die Innere Stadt. „Die Ringstraße ist tatsächlich unsere Hauptschlagader bei der Fernkälte“, sagte Hölzl. Das Netz werde weiter Richtung Stadtzentrum und auch in die umliegenden Bezirke ausgebaut.
Hintergrund der steigenden Nachfrage sind laut Hölzl die wärmeren Sommer in Wien und die zunehmende Zahl der Tropennächte. Entsprechend groß sei der Bedarf an umweltfreundlichen Klimalösungen.














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