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Warum Photovoltaik im Hochsommer weniger Strom liefert

Redaktionelle Szene zum Thema „Warum Photovoltaik im Hochsommer weniger Strom liefert“

Wer Strom am Dach oder Balkon selbst produziert, hat in den vergangenen Wochen trotz Temperaturrekorden und einer für Juni höchst ungewöhnlichen Hitzewelle eine auffällige Beobachtung gemacht: Die Stromausbeute von Solaranlagen stieg nicht an, sondern ließ vielerorts sogar nach. Der Sommer mit langen Tagen, wolkenlosem Himmel und viel Sonne ist für die Photovoltaik also nicht automatisch die beste Zeit.

Solarzellen fangen bei Hitze interessanterweise weniger Strom ein als im Frühling oder Herbst. Der Grund liegt darin, dass hohe Temperaturen die Leistung der Anlagen beeinträchtigen können. Während der Sommer auf den ersten Blick ideale Bedingungen für die Stromproduktion bietet, arbeiten die Module bei großer Hitze weniger effizient.

Sommer bleibt trotz Hitze ertragreich

Das bedeutet allerdings nicht, dass Photovoltaikanlagen in der warmen Jahreszeit wenig bringen. Trotz der sinkenden Effizienz bei hohen Temperaturen sorgt die lange Sonnenscheindauer weiterhin für eine reiche Stromernte. Gerade die vielen hellen Stunden im Sommer gleichen den Nachteil durch die Hitze zum Teil wieder aus.

Für den Betrieb im Hochsommer kommt es darauf an, dass die Anlage richtig montiert ist. Wer sicherstellen will, dass eine Photovoltaikanlage auch bei Hitze optimal funktioniert, muss bereits bei der Installation gewisse Vorkehrungen treffen. Die konkrete Stromausbeute hängt damit nicht nur vom Wetter, sondern auch von der technischen Ausführung ab.

Die jüngsten Wochen zeigen damit ein typisches Sommerparadox der Solarenergie: Viel Sonne allein garantiert noch keine maximale Leistung. Erst das Zusammenspiel aus Sonnenschein, Temperatur und Montage entscheidet darüber, wie viel Strom tatsächlich erzeugt wird.