Neue Rechenzentren entstehen derzeit in der EU in raschem Tempo und gelten als zentrale Infrastruktur für die KI-Revolution, die vor allem von US-Konzernen aus dem Bereich „Big Tech“ vorangetrieben wird. Gleichzeitig soll die Tech-Industrie den damit verbundenen Ressourcenverbrauch möglichst nicht offenlegen. Microsoft-Lobbyisten verhinderten demnach erfolgreich, dass Europäer in einer Online-Datenbank nach den Angaben zu diesem Energieverbrauch suchen können.
Nach den vorliegenden Informationen arbeiten die Konzerne im Hintergrund daran, Volksvertreter in der EU und damit die Gesetzgebung in ihrem Sinn zu beeinflussen. Betroffen ist vor allem der Umgang mit Serverfarmen und Rechenzentren, deren Zahl in Europa weiter zunimmt. Gerade beim Energiebedarf dieser Anlagen setzt die Branche aber auf Zurückhaltung statt Transparenz.
Als eine der Folgen gilt, dass eine Datenbank zum Energieverbrauch der Rechenzentren vor der Öffentlichkeit verborgen bleibt. Dieser Zugriff sei laut den Berichten durch Lobbyarbeit verhindert worden. Die Entwicklung fügt sich in einen breiteren Konflikt zwischen der Regulierung in Brüssel und den Interessen von Technologieunternehmen ein, die ihre Geschäftsmodelle auf große Datenmengen, Software-Macht und KI-Anwendungen stützen.
Die Serverfarmen, in die die Branche in den kommenden Jahren Hunderte Milliarden US-Dollar investieren will, sind damit nicht nur ein technisches, sondern auch ein politisches Thema. Denn je mehr Rechenzentren gebaut werden, desto drängender wird die Frage nach ihrem Verbrauch von Energie und Ressourcen. Genau diese Dimension soll nach dem vorliegenden Material möglichst nicht öffentlich nachvollziehbar sein.













