Der Debütroman In den Flügeln das Licht von Aidin Halimi basiert auf der Familiengeschichte des Autors und richtet den Blick auf Menschen im Iran, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft an den Rand gedrängt werden. Der Roman erinnert zugleich an die Grausamkeit des Regimes.
Halimi kam mit 16 Jahren aus dem Iran nach Deutschland und machte sich später als Poetry-Slammer einen Namen. In seinem Buch erzählt er von einer Familie, wie es sie im Iran zu Tausenden gibt und die zum Großteil seiner eigenen Familie entspricht. Im Zentrum steht Sohrāb, ein Kommunist, der während des Iran-Irak-Kriegs verhaftet wird.
Seine Frau Tārā kehrt mit den Söhnen Kāveh und Ābtin in das Elternhaus zurück. Für Kāveh wird die Buchhandlung von Frau Medādi zu einem sicheren Ort. Als die Familie 1988 die Nachricht vom Tod Sohrābs erhält, ist der Sohn neun Jahre alt. Ihm und seinem Bruder bleibt die Erinnerung, Tārā nur ein Hemd mit dem Geruch ihres Mannes.
Halimi verdichtet diese Geschichte zu einem Roman über Verlust, Familie und politische Gewalt. Der Blick auf den Iran, so zeigt das Buch, erschöpft sich nicht in den Schlagworten von Krieg, Ölpreis und der Straße von Hormus, sondern umfasst die Lebenswirklichkeit jener Menschen, deren Erfahrungen sonst kaum wahrgenommen werden.














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