Monika Haider, Gründerin des Kompetenzzentrums equalizent und des Diversity Ball, fordert von der Politik eine konsequentere Umsetzung von Barrierefreiheit am Arbeitsplatz. „Barrierefreiheit muss gesetzlich konsequenter umgesetzt und kontrolliert werden – nicht irgendwann, sondern jetzt“, sagt sie. „Barrierefreiheit ist kein Bonus, sondern ein Grundrecht.“
Haider beschreibt die Hürden, denen Menschen mit Behinderungen im Berufsleben weiterhin begegnen. Ein weit verbreiteter Irrglaube sei, dass Menschen mit Behinderungen automatisch weniger leistungsfähig seien. Viele Arbeitgeber verbanden Behinderung noch immer zuerst mit Einschränkung statt mit Kompetenz. „Dabei sagt eine Behinderung nichts über Motivation, Fachwissen, Belastbarkeit oder Talent aus“, sagt Haider.
Kompetenz statt Vorurteil
Nach ihrer Einschätzung bringen Menschen mit Behinderungen häufig besonders viel Problemlösungskompetenz, Resilienz und Anpassungsfähigkeit mit. Diese Fähigkeiten seien in jeder Arbeitswelt gefragt. Inklusion dürfe deshalb nicht als Zusatzprogramm oder Imageprojekt behandelt werden, sondern müsse als Teil der Arbeitsrealität verstanden werden.
Haider leitet das Kompetenzzentrum equalizent für Gehörlose, Gebärdensprache und Diversity Management sowie den Diversity Ball. Mit ihren Aussagen richtet sie den Blick auf eine politische Aufgabe, die über einzelne Betriebe hinausgeht: den rechtlichen und praktischen Zugang zu Arbeit so zu gestalten, dass Barrieren nicht länger zum Ausschluss führen.














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