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Caro Claire Burkes „Yesteryear“ nimmt die „Tradwife“-Idee auseinander

Redaktionelle Szene zum Thema „Caro Claire Burkes „Yesteryear“ nimmt die „Tradwife“-Idee auseinander“

Mit ihrem Romandebüt „Yesteryear“ legt Caro Claire Burke einen bissigen Beitrag zum Kulturkampf zwischen Feminismus und Konservatismus vor. Der Roman stellt die vermeintliche Idylle der sogenannten „Tradwife“-Bewegung infrage und blickt auf die verzerrte Welt ihrer Internet-Protagonistinnen.

Im Zentrum steht Natalie, eine erfolgreiche Influencerin, die mit der harten Realität einer „Tradwife“ im frühen 19. Jahrhundert konfrontiert wird. Burke verbindet diese Anlage mit Elementen aus Thriller, Sozial-Satire und schwarzem Humor. So entsteht ein Text, der sich nicht nur mit einem aktuellen Schlagwort der Online-Öffentlichkeit beschäftigt, sondern auch mit den antifeministischen Tendenzen, die damit verbunden sind.

Der Roman zielt zugleich auf die Freiheitsgewinne, die Feministinnen ermöglicht haben. Burke zeichnet ihre Hauptfigur ambivalent und setzt damit nicht auf einfache Gegenbilder. Genau daraus bezieht „Yesteryear“ seine Wirkung als literarischer Beitrag zu einer Debatte, die weit über den Roman hinausreicht.

Auch als Unterhaltungslektüre ist das Buch angelegt. Amazon hat „Yesteryear“ bereits für eine Verfilmung mit Anne Hathaway gekauft. Damit dürfte Burkes Debüt nicht nur in der Literatur, sondern auch im Umfeld der internationalen Verwertungslogik Aufmerksamkeit behalten.

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