Die Ukraine hat die Druschba-Pipeline nach Reparaturarbeiten wieder in Betrieb genommen und liefert seit Mittwoch um 11.35 Uhr MEZ erneut russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei. Nach Angaben aus dem ukrainischen Energiesektor fließen seit den Mittagsstunden wieder Öllieferungen. Zugleich haben die EU-Staaten ein Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine freigegeben.
Die Wiederaufnahme der Lieferungen könnte die Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU erleichtern. Wegen eines heftigen Streits zwischen Ungarn und der Ukraine über die Wiederinbetriebnahme der Pipeline war diese Auszahlung bislang blockiert. Mit dem neuen Stand ist die letzte Hürde aus Kiewer Sicht offenbar ausgeräumt.
Ungarn hatte seine Blockade nach der Reparatur der Pipeline beendet. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban deutete nach seiner Wahlniederlage an, die Blockade der EU-Hilfen nicht weiter aufrechterhalten zu wollen. Die Druschba-Pipeline versorgt Ungarn und die Slowakei mit russischem Öl.
Die Freigabe des Hilfspakets und die wieder aufgenommenen Öllieferungen fallen damit zeitlich zusammen. Für die EU ist die Entscheidung von Gewicht, weil sie die Finanzierung der Ukraine in Milliardenhöhe betrifft und zugleich eine zuvor festgefahrene Auseinandersetzung mit Ungarn entschärft.














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