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Europol warnt vor wachsendem Markt für Gewaltverbrechen im Netz

Redaktionelle Szene zum Thema „Europol warnt vor wachsendem Markt für Gewaltverbrechen im Netz“

Gewaltverbrechen werden nach Angaben von Europol immer häufiger online als Dienstleistung angeboten. Die Täter seien zumeist Jugendliche, die gezielt angeworben würden, hieß es am Mittwoch mit Blick auf den Jahresbericht der Sondereinheit „Gewalt als Dienstleistung“.

Im vergangenen Jahr nahmen europäische Ermittler 280 Verdächtige fest. Nach Angaben von Europol sollen die meisten von ihnen Kinder und Jugendliche online für Gewaltverbrechen angeworben haben. Weitere rund 1400 Verdächtige stehen den Ermittlern demnach weiter im Visier.

Europol setzte zudem drei mutmaßliche Auftraggeber auf die Online-Fahndungsliste „Most Wanted“: zwei Schweden und einen Deutschen. In der Sondereinheit der Polizeibehörde mit Sitz in Den Haag arbeiten Ermittler aus elf Ländern zusammen.

Die Ermittler hatten etwa 14.000 Accounts identifiziert, auf denen Aufträge für Gewalttaten platziert werden konnten. Sogenannte Dienstleister würden dann gezielt Täter anwerben und für Waffen, Transport und Unterkunft sorgen.

Kriminelle Dienstleister richteten sich laut Europol gezielt an Minderjährige. Sie würden über soziale Medien angeworben, um gegen Bezahlung Gewaltverbrechen zu verüben.

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