Federica Manzons Roman „Alma“ spielt in Triest, einer Stadt, die zwischen Geografie und Geschichte gefangen ist. Die alte Hafenstadt der Habsburgermonarchie bildet den Hintergrund für die Familiengeschichte, in der Alma nach dem Tod ihres Vaters wegen einer Erbschaftsangelegenheit nach vielen Jahren zurückkehrt.
Triest wird im Buch als „Stadt aus Papier“ beschrieben, die sich stets als Teil einer Nation verstanden habe, die nicht die ihre sei. Die Stadt dachte an Österreich, träumte von einem Slawenreich und sogar von einer garibaldischen Nation, blieb aber allem fremd, vor allem sich selbst. Diese Spannungen prägen den Roman, den Federica Manzon als Familiengeschichte zwischen den Welten angelegt hat.
Almas Vater stammte „von drüben“, aus dem Gebiet des früheren Jugoslawien. Er schrieb für Tito Reden und konnte mit einem roten Pass Grenzen ungehindert überqueren. Mit diesem Hintergrund verbindet Manzon die private Geschichte der Familie mit der wechselvollen Geschichte der Stadt Triest.
Die deutsche Übersetzung von Verena von Koskull erscheint im Verlag Pfaueninsel. Der Roman umfasst 320 Seiten und kostet 25,95 Euro.
Mit „Alma“ knüpft Manzon an die anhaltende Faszination für Triest an. Die Stadt liefert nicht nur die Kulisse, sondern auch den historischen und kulturellen Rahmen für einen Roman, der in einer Grenzregion zwischen mehreren Identitäten verortet ist.














Leave a Reply