Franz Willnauer widmet Gustav Mahler ein Buch, das den Komponisten mit Briefen, Dokumenten und Erinnerungen neu porträtiert. Der Band versammelt laut Ankündigung neue und neu zusammengestellte Blicke auf den Musiker und Menschen.
Dass sich zu Mahler noch Neues zutage fördern lasse, ist der Ausgangspunkt der Veröffentlichung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Werk des Komponisten, sondern auch die persönliche Perspektive auf ihn. Der Titel des Buches verweist auf einen Abend, an dem Mahler seine Alma kennenlernte.
Zu den Materialien, mit denen Willnauer arbeitet, gehört eine lakonische Schilderung von Hermann Bahr über Mahlers Todestag am 18. Mai 1911. Bahr notierte unter anderem, er sei am Abend bei Mahler gewesen, habe dort bis elf Uhr geblieben und miterlebt, dass fünf Minuten nach elf das Ende kam.
Eine Erstveröffentlichung sind auch transkribierte Telefonate der Wiener Salonnière Berta Zuckerkandl. Sie reagierte überrascht, als ihr der Kanzleidirektor der Generalintendanz der k.k. Hoftheater, Hofrat Eduard Wlassak, die Ernennung Mahlers zum Direktor der Wiener Hofoper mitteilte. Zuckerkandl fragte demnach: „Ja – wie ist das möglich? Mahler, der den Ruf hat, die unbeugsamsten Forderungen zu stellen. Keine Kompromisse anzuerkennen. Kurz, der unbequemste Idealist sein soll?“
Der Band erscheint bei Hanser Literaturverlage und ist damit auch eine neue literarische Annäherung an Mahler, die bekannte Stationen seines Lebens mit überlieferten Stimmen und Dokumenten verbindet.














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