Im Prozess wegen mutmaßlicher Fluchthilfe für den früheren Wirecard-Vorstand Jan Marsalek hat das Landesgericht Wiener Neustadt den ehemaligen FPÖ-Nationalratsabgeordneten Thomas Schellenbacher freigesprochen. Dem 61-Jährigen war Begünstigung vorgeworfen worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll Schellenbacher geholfen haben, dass Marsalek von Bad Vöslau im Bezirk Baden nach Belarus fliegen konnte. Im Verfahren konnte dem Angeklagten jedoch keine Absicht nachgewiesen werden. Der Staatsanwalt sprach in diesem Zusammenhang von einer „Hauruckaktion“, deren Ziel es gewesen sei, Marsalek „so schnell und unbemerkt wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen“.
Damit sei der frühere Wirecard-Manager aus dem Schengenraum nach Belarus gebracht worden, wo kein EU-Haftbefehl greife, sagte der Staatsanwalt. Er bezeichnete die Aktion als „erfolgreich“. Schellenbacher war in dem Verfahren wegen des Vorwurfs der Begünstigung angeklagt. Der Freispruch erfolgte am Freitag am Landesgericht Wiener Neustadt.














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