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Gautier Capuçon glänzt im Musikverein mit Haydn

Redaktionelle Szene zum Thema „Gautier Capuçon glänzt im Musikverein mit Haydn“

Der Cellist Gautier Capuçon hat im Wiener Musikverein gemeinsam mit dem Kammerorchester Wien-Berlin für einen Auftritt gesorgt, der vor allem wegen seiner Solopartie in Erinnerung blieb. Der 1981 in Chambéry geborene Musiker spielte Joseph Haydn „wie ein Schauspielstar“ und wurde als „famos“ beschrieben.

Das Kammerorchester Wien-Berlin ist aus einem von Sir Simon Rattle angeregten gemeinsamen Konzert von Wiener und Berliner Philharmonikern hervorgegangen. Danach schlossen sich Musiker aus beiden Orchestern für regelmäßige Auftritte zusammen. Künstlerischer Leiter ist seit Beginn Rainer Honeck, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker.

Der Abend im Musikverein zeigte zugleich, dass das Ensemble trotz seiner hochkarätigen Besetzung kein Selbstläufer ist. Zu Beginn wirkte Haydns Symphonie Nr. 59 in A-Dur im ersten Satz noch wie ein vorsichtiges Herantasten. Es fehlte zunächst an Esprit.

Nach dem Trio im Menuett, das nur von einem Streichquartett gespielt wurde, wirkte die Formation deutlich sicherer. Spätestens im Finale trat das Zusammenspiel geschlossener auf. Im Zentrum stand aber Capuçon, der mit seinem Auftritt die Aufmerksamkeit auf sich zog und dem Konzert seinen prägenden Ton gab.

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