Der Maler Georg Baselitz ist am Donnerstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte das Umfeld des Künstlers mit. Baselitz, der auch österreichischer Staatsbürger war, zählte zu den prägenden Figuren der Gegenwartskunst und war vor allem für seine auf den Kopf gestellten Motive bekannt.
Mit Baselitz verliert die Kunstwelt einen Künstler, der sich früh gegen ästhetische Konventionen stellte. Sein Name war untrennbar mit dem Prinzip verbunden, Bilder zu zerstören, um daraus Neues zu schaffen. Aggression, Hass und Zerstörung verstand er als Antrieb, um in der Kunst etwas in Bewegung zu bringen.
Baselitz wurde durch Arbeiten bekannt, die die gewohnte Bildordnung radikal umkehrten. Damit gewann er eine unverwechselbare Handschrift, die ihn weit über den Kunstbetrieb hinaus erkennbar machte. Sein Werk war eng mit der Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgesellschaft verbunden, die er mit provokanten Mitteln irritieren und aufbrechen wollte.
Auch im öffentlichen Kunstbetrieb blieb Baselitz eine streitbare Figur. Er fiel immer wieder mit pointierten und polemischen Aussagen auf, unter anderem über die Documenta, die er als „Paralympics“ bezeichnete. Zugleich wurde er als einer der bekanntesten deutschen Maler seiner Generation wahrgenommen.
Baselitz starb am Donnerstag. Damit endet das Leben eines Künstlers, dessen Bildsprache zu den markantesten der Gegenwartskunst gehörte.














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