Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit seinen auf dem Kopf stehenden Bildern prägte er über Jahrzehnte die Nachkriegskunst und wurde international bekannt.
Groß wurde der Eklat 1963, als bei einer Schau in Berlin die beiden Bilder „Nackter Mann“ und „Die große Nacht im Eimer“ beschlagnahmt wurden. Der damals 25-jährige Baselitz war wenige Jahre zuvor aus der DDR in den Westen gezogen und wurde praktisch über Nacht zum Star. Später etablierte er sich als Doyen der Kunstszene.
Baselitz war nicht nur in Deutschland eine prägende Figur der Kunst. 2015 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau Johanna Elke Kern bei einem Festakt in Salzburg auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Bereits seit 2005 war er Träger des Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst. Neben dem Ammersee und Imperia in Italien zählte Salzburg über viele Jahre zu seinen Lebensmittelpunkten.
Der Künstler war für eine Kunst bekannt, die sich dem Publikum nicht ohne Widerstand erschloss. Gerade das machte ihn zu einem der markantesten Namen der Nachkriegskunst. Mit seinem Tod verliert die Kunstwelt einen ihrer bekanntesten und eigenständigsten Vertreter.














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