Die AHS-Lehrergewerkschaft fordert von der Politik stärkere Reformen im Kindergarten und kritisiert den derzeitigen Fokus auf das Gymnasium. Gewerkschafter Herbert Weiß von der FCG sagte, Österreich sei bei der frühkindlichen Bildung nicht gut aufgestellt – weder bei den vergleichsweise geringen staatlichen Ausgaben noch bei den Bildungsergebnissen der Kinder.
„Momentan beschäftigt man sich mit Dingen, wo es eigentlich keine Probleme gibt – Stichwort KI statt Latein“, kritisierte Weiß. „Und dort, wo man wirklich hinschauen sollte, tut man zu wenig.“
Weiß verwies im APA-Gespräch darauf, dass frühe Bildung entscheidend sei. Wenn man nicht früh genug anfange, helfe späteres „Herumdoktern“ nichts, sagte er. Als Hinweis auf Reformbedarf nannte die AHS-Gewerkschaft unter anderem Ergebnisse der Volksschul-Lesestudie PIRLS von 2021.
Nach der damaligen Elternbefragung brachte im internationalen Schnitt ein Drittel der Kinder bei Schulbeginn wenig bis keine grundlegenden Lesefähigkeiten mit. Die Gewerkschaft sieht darin ein Signal, dass stärker im Bereich der Kindergärten angesetzt werden sollte.














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