Großbritannien hat nach einem Messerangriff auf zwei Juden in London die Terrorwarnstufe auf die zweithöchste Stufe „hoch“ angehoben. Das Gemeinsame Terroranalysezentrum (JTAC) setzte die Einstufung am Donnerstag von „erheblich“ herauf. Nach Angaben des Innenministeriums in London bedeutet das, dass ein Anschlag in den nächsten sechs Monaten sehr wahrscheinlich ist.
Das JTAC ist den britischen Sicherheitsdiensten angegliedert und überprüft die Terrorgefahr alle sechs Monate neu. Seit 2022 galt im Vereinigten Königreich die Warnstufe „erheblich“.
Der Angriff ereignete sich am Mittwoch im Londoner Stadtteil Golders Green, in dem viele Juden leben. Ein mutmaßlicher Täter verletzte dort zwei Männer mit einem Messer. Anschließend ging der 45-Jährige auf Polizeibeamte los und wurde festgenommen.
Premierminister Keir Starmer forderte nach dem Angriff eine schnelle und sichtbare Reaktion der Justiz. Eine pro-iranische Gruppe bekannte sich zu der Tat. Starmer warnte zudem vor der Bedrohung durch Staaten wie den Iran, die britischen Juden schaden wollten.
In den Monaten vor der Anhebung der Warnstufe hatte es in London mehrere Brandanschläge auf jüdische und israelische Einrichtungen gegeben.














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