Der Primarius des Alban Berg Quartetts und bedeutende Kammermusiklehrer Günter Pichler ist im 86. Lebensjahr bei einem Autounfall gestorben. Der Unfall ereignete sich am 24. April 2026 und riss Pichler mitten aus seinem Arbeitsleben, in dem er noch immer auf Spitzenniveau unterrichtete.
Pichler war seit 1970 mit drei Professorenkollegen Teil jener Formation, die die Interpretationsgeschichte des Streichquartetts neu mitgeprägt hat. Als Primarius des Alban Berg Quartetts war er für zwei Generationen von Kammermusikern eine prägende Figur.
Sein pädagogisches Wirken setzte er zuletzt als Leiter der Streicherabteilung des Instituto International de Musica de Camara an der Escuela Superior de Musica Reina Sofia de Madrid fort. Schüler profitierten nach Angaben aus seinem Umfeld von einem untrüglichen pädagogischen Gespür, verbunden mit einer unerbittlichen Haltung gegenüber seinen musikalischen Überzeugungen.
Pichler wurde 1940 geboren. Mit seinem künstlerischen Anspruch und seiner Lehrtätigkeit hinterließ er Spuren weit über das Alban Berg Quartett hinaus. Die Namen der Ensembles, die durch seine Schule gegangen sind, gelten in der Kammermusik als Ausdruck dieser Wirkung.














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