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Händler kritisieren geplante Paketabgabe als „Österreich-Aufschlag“

Redaktionelle Szene zum Thema „Händler kritisieren geplante Paketabgabe als „Österreich-Aufschlag““

Die vom Finanzministerium geplante Paketabgabe von zwei Euro pro Paket für große Online-Händler stößt auf deutliche Kritik. Betroffen wären Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Die Abgabe ist zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel vorgesehen.

Der Handelskonzern Otto kündigte an, gegen die Regelung rechtlich vorzugehen, sollte sie wie angekündigt kommen. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge mit Kosten von bis zu acht Millionen Euro im Jahr in Österreich. Diese Belastung müsste an die Kunden weitergegeben werden, sagte Otto-Austria-Geschäftsführer Harald Gutschi.

Gutschi bezeichnete die Abgabe als rechtlich nicht haltbar und forderte klare Rahmenbedingungen und Rechtsbedingungen durch den Staat. Otto werde „natürlich rechtlich dagegen vorgehen“, sagte er.

XXXLutz sieht Gleichberechtigung verletzt

Auch XXXLutz lehnt die geplante Paketabgabe ab. Marketingchef Thomas Saliger sprach von keiner zielführenden Maßnahme. Aus seiner Sicht dürfe es nicht um Geldbeschaffung gehen, sondern um den Schutz des österreichischen Handels.

Zudem müsse innerhalb der österreichischen Händler das Gleichberechtigungsgebot gelten, sagte Saliger. Dieses dürfe nicht von der Umsatzhöhe abhängig sein. Der Handelsverband warnt ebenfalls vor einem „Österreich-Aufschlag im Online-Handel“.

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