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Ingrid Thurnher stellt ORF-Stiftungsrat brisante Unterlagen vor

Redaktionelle Szene zum Thema „Ingrid Thurnher stellt ORF-Stiftungsrat brisante Unterlagen vor“

Ingrid Thurnher hat dem ORF-Stiftungsrat am Donnerstag in einer turbulenten Sitzung Einblick in brisante Papiere gegeben. Die neue Generaldirektorin will den öffentlich-rechtlichen Sender in einer Phase großer Unruhe glaubhaft aufräumen und lehnt dabei „öffentliche Tribunale“ ab.

Thurnher ist erst seit kurzem im Amt, wird den ORF aber wohl nicht lange allein führen. Bereits in sieben Wochen soll ein neuer Generaldirektor an ihrer Seite stehen: Die Wahl wurde am Donnerstag vorverlegt und findet am 11. Juni statt. Dann bestimmt der Stiftungsrat, wer den ORF ab Anfang nächsten Jahres leiten wird.

Ob Thurnher selbst weiterhin an der Spitze bleibt, ist offen. Möglich wäre es jedenfalls. Im Hintergrund steht nach wie vor die politische Besetzungslogik, nach der die ÖVP voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen dürfte. Warum diese Logik nun plötzlich nicht mehr gelten sollte, bleibt die offene Frage in den kommenden Wochen.

Am Freitag wollte Thurnher auf einer Pressekonferenz die Arbeit einzelner Stiftungsräte nicht bewerten. Sie steuert den ORF damit in einer Phase, in der der Sender nach den vorliegenden Angaben seine bisher wohl größte Krise durchläuft. Die 63-Jährige gibt sich dabei als Managerin einer Sanierung, die sichtbar und glaubwürdig sein soll.

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