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Iran-Krieg könnte neue Fluchtbewegungen nach Europa auslösen

Redaktionelle Szene zum Thema „Iran-Krieg könnte neue Fluchtbewegungen nach Europa auslösen“

Der Iran-Krieg und die Kürzung humanitärer Hilfen könnten nach Einschätzung des Spitzenbeamten Günther Barnet neue Flüchtlingsströme nach Europa auslösen. Barnet zieht zudem Parallelen zum Ölpreisschock der 1970er-Jahre und warnt vor längerfristigen Folgen, falls sich die Krise ausweite und nicht einhegen lasse.

Im Gespräch verwies Barnet auf die Terrorwelle der 1970er-Jahre mit RAF, Roten Brigaden und IRA. Diese sei ohne die damaligen ökonomischen Verwerfungen schwer denkbar gewesen. Dass sich Menschen in westlichen Gesellschaften in Terrorgruppen organisierten, sei nur möglich, wenn Zweifel am politischen System entstünden und durch einen wirtschaftlichen Niedergang genährt würden.

Ob der Iran-Krieg ähnliche Entwicklungen auslöse, ließ Barnet offen. Nach seiner Einschätzung geht die Terrorgefahr in Europa derzeit vor allem von Einzeltätern aus. Viele westliche Nachrichtendienste hätten die Gefahr im Griff, weil sie heute über elektronische Kontrollmöglichkeiten verfügten, die es in den 1970er-Jahren nicht gegeben habe.

Zu Israel sagte Barnet, das Land strebe eine Neuordnung im Nahen Osten an. Der Krieg sei damit nicht nur ein regionaler Konflikt, sondern habe nach seiner Darstellung auch mögliche Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Österreich und Europa.

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