In Rebecca Zlotkowskis Film „Paris Murder Mystery“ spielt Jodie Foster eine Amerikanerin in Paris, die sich mit ihren Patienten und ihrem Ex-Mann, den Daniel Auteuil verkörpert, auf Französisch verständigt. Die französische Sprache ist dabei nicht nur Teil der Figur, sondern prägt den gesamten Auftritt der Schauspielerin in dem Film, der dem rätselhaften Tod einer Patientin folgt.
Foster bewegt sich darin mit großer Selbstverständlichkeit durch Paris. Das passt auch zu ihrer Biografie: Als Kind besuchte sie in Los Angeles eine französische Schule. In der neuen Rolle wirkt sie so souverän, dass man sie ohne den bekannten Namen auf Anhieb für eine Einheimische halten könnte.
Der Film setzt bei einem Kriminalfall an, entwickelt sich aber zugleich zu einem Spiel mit der Kontrolle. Die Therapeutin, die zunächst den Tod einer Patientin verfolgt, findet sich plötzlich selbst auf der Couch einer Hypnose-Therapeutin wieder. Damit verschiebt sich die Perspektive weg von der beobachtenden Fachfrau hin zu einer Figur, die selbst aus dem Gleichgewicht gerät.
Gerade dieser Bruch macht den Reiz von „Paris Murder Mystery“ aus: Foster verkörpert eine Frau, die fachlich sicher und äußerlich beherrscht auftritt, deren Fassung aber zunehmend ins Wanken gerät. Der Film verbindet das Pariser Milieu mit einem psychologischen Moment, in dem die Grenzen zwischen Analyse und persönlicher Verunsicherung verschwimmen.
Für Foster ist die französischsprachige Rolle auch deshalb bemerkenswert, weil sie ihre Unabhängigkeit und Präsenz erneut in einer Figur bündelt, die sich nicht auf einfache Weise festlegen lässt. In „Paris Murder Mystery“ steht damit weniger das klassische Whodunit im Vordergrund als die Frage, was passiert, wenn eine Therapeutin selbst nicht mehr Herrin der Lage ist.














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