Jonas Kaufmann hat am Mittwoch im Wiener Konzerthaus ein Operettenprogramm mit ungarischem Schwerpunkt präsentiert. Der Tenor trat dabei an der Seite von Malin Byström auf und besang via Mikrophon „die schönste Fee von Debrecen bis Plattensee“.
Mit Schwung, Charme und Stil bewältigte Kaufmann das Programm nach der Vorlage der „magische[n] Töne“, die seine derzeitige Tournee verspricht. Der Auftritt war auf leichte Muse angelegt und setzte auf Werke von Franz Lehár und Emmerich Kálmán.
Zu hören waren unter anderem Stücke aus der „Gräfin Mariza“, aus „Zigeunerliebe“, dem „Zarewitsch“ und dem „Teufelsreiter“. Das Programm griff damit auf Operetten zurück, die heute weitgehend von den Bühnen verschwunden sind, aber für ältere Generationen noch bekannt sind.
Kaufmann bewältigte das kitschanfällige Repertoire den Angaben zufolge so seriös, wie es in diesem Rahmen möglich war. Die Mikrophonierung sorgte dafür, dass die nicht mehr ganz so kernige Stimme des Tenors elegant kaschiert wurde.
Mit dem Abend setzte Kaufmann auf ein munteres Operettenprogramm, das ungarische Farben betonte und sich deutlich von seinem üblichen Opernrepertoire abhob. Das Publikum im Konzerthaus bekam damit einen Auftritt, der zwischen Unterhaltung und klassischer Gesangskunst angesiedelt war.














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