ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard hat die jüngsten Skandale im ORF ungewöhnlich deutlich kommentiert und ORF-Generaldirektor Roland Weißmann persönlich angesprochen. „Ich habe Roland Weißmann so etwas nicht zugetraut“, sagte die Direktorin des ORF-Landesstudios Kärnten und äußerte sich damit erstmals als hochrangige ORF-Managerin zu der Affäre.
Bernhard sprach dabei über das Vertrauen des Publikums in den ORF und über die Frage, wie der Sender auf die Vorwürfe reagiert. Trotz der Affären sieht sie im ORF Kärnten weiterhin ein stabiles Verhältnis zu den Zuschauerinnen, Zuschauern, Hörerinnen und Hörern.
Deutliche Worte fand Bernhard auch zur Zusammensetzung des Stiftungsrats. Sie kritisierte die politische Besetzung des Gremiums und plädierte dafür, mehr Fachleute in diese Funktion zu holen.
Außerdem verwies sie auf die veränderte Mediennutzung. Der ORF müsse sich ihrer Ansicht nach stärker auf Social Media konzentrieren, weil das lineare Fernsehen an Bedeutung verliere.
Von Forderungen nach einem deutlich kleineren ORF hält Bernhard nichts. Ihrer Ansicht nach sei bereits in den vergangenen Jahren Personal reduziert worden.
Karin Bernhard steht seit 1. Jänner 2012 an der Spitze des ORF-Landesstudios Kärnten und wurde zweimal wiederbestellt.














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