Die Musikindustrie bekommt den Vormarsch künstlicher Intelligenz immer deutlicher zu spüren: Täglich werden nach Angaben aus der Branche rund 120.000 neue Lieder auf Spotify hochgeladen, ein erheblicher Teil davon ist bereits von KI generiert. Beim Streamingdienst Deezer sind es demnach rund 75.000 neue KI-Songs pro Tag. Noch vor etwa einem Jahr seien es dort 10.000 gewesen.
Damit verändert sich die Branche spürbar. Während menschliche Acts zunehmend um ihre Zukunft fürchten, weil KI besonders gut darin sei, Hits zu programmieren und Erfolge einzufahren, wächst zugleich das Angebot an Musik, die nicht von echten Bands oder Solokünstlern stammt. Die Entwicklung wird damit auch zu einer Frage für Plattformen und ihre Kataloge.
Als Beispiel für diesen Trend wird die Gruppe „The Velvet Sundown“ genannt. Sie lehnt sich an das legendäre Beatles-Cover „Abbey Road“ an und kommt nach Angaben aus dem Umfeld des Themas auf millionenfache Abrufe. Der Fall zeigt, wie rasch sich künstlich erzeugte Musik im digitalen Alltag verbreiten kann.
Ganz eindeutig ist die Entwicklung für die Branche aber nicht nur ein Problem. Aus der vermeintlichen Krise könnte auch eine Chance werden, heißt es in der Einordnung. Denn wo technische Perfektion dominiert, tritt die Imperfektion echter Künstler umso stärker hervor.














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