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Merz nach einem Jahr im Kanzleramt unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Merz nach einem Jahr im Kanzleramt unter Druck“

Friedrich Merz ist seit einem Jahr Bundeskanzler, doch die Bilanz fällt aus Sicht der Bevölkerung ernüchternd aus: 83 von 100 sind mit seiner Kanzlerschaft unzufrieden, nur 15 von 100 zufrieden. Der CDU-Politiker steht damit zum Jahrestag seines Amtsantritts politisch unter erheblichem Druck.

Dass er sich alles einfacher vorgestellt hatte, würde Merz nach außen wohl nicht einräumen. Nach einem Jahr im Amt ist aber deutlich, dass der Regierungschef nicht auf einen leichten Start zurückblickt. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist groß, und die Erwartungen an seine Kanzlerschaft werden von einer spürbaren Skepsis begleitet.

Koalition beschließt Steuerreform für 2027

Auch in der Regierung selbst bleibt es nicht ruhig. Die Koalition hat eine Steuerreform für 2027 beschlossen, die allerdings noch früher durch das Parlament muss. Damit ist der politische Prozess für das Vorhaben nicht abgeschlossen, sondern steht erst am Anfang der parlamentarischen Prüfung.

Zusätzlichen Gegenwind bekommt Merz wegen seiner Aussagen zur Rente. Seine Worte stoßen auf Kritik, weil sich viele Deutsche angesichts ihrer finanziellen Lage fragen, wie sie überleben sollen. Der Streit zeigt, wie sensibel das Thema soziale Sicherheit für die Regierung geworden ist.

Merz selbst gibt sich trotz der schwierigen Lage selbstkritisch. Er verweist auf den Stoiker Epiktet und betont damit seine Bereitschaft, sich zu verbessern. Für einen Kanzler, dessen erstes Jahr von hoher Unzufriedenheit geprägt ist, kommt das allerdings eher als Versuch der Selbstvergewisserung denn als politische Entlastung daher.