Der US-Dirigent Michael Tilson Thomas ist im Alter von 81 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben. Der langjährige Chefdirigent der San Francisco Symphony war auch den Wiener Philharmonikern verbunden.
Tilson Thomas, geboren 1944 in Los Angeles, gehörte zu einer Generation international tätiger Dirigenten, die in den USA geboren und ausgebildet worden waren. Er begann als Klavierwunderkind, sprang während eines Konzerts für William Steinberg beim Boston Symphony Orchestra ein und war Assistent von Pierre Boulez in Bayreuth.
Seine Karriere machte er danach im Wesentlichen in den USA. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit galt der klassischen amerikanischen Moderne, von Charles Ives über George Gershwin, Aaron Copland und Leonard Bernstein bis zu Zeitgenossen wie Steve Reich. Ein weiterer Schwerpunkt war Gustav Mahler.
Mit der San Francisco Symphony verband ihn eine lange Zusammenarbeit. Dort war Tilson Thomas 25 Jahre lang als Music Director tätig. Seine Mahler-Einspielungen mit dem Orchester gehören zu den prägenden Arbeiten seines Schaffens.
Auch in Europa war er präsent. Neben seiner Verbindung zu San Francisco zählte dazu die Nähe zu den Wiener Philharmonikern.














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