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Neue Wendung für Rotkäppchen, den Wolf und die Großmutter

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue Wendung für Rotkäppchen, den Wolf und die Großmutter“

Rotkäppchen, der Wolf und die Großmutter stehen im Mittelpunkt von drei Buchempfehlungen aus der Redaktion. Die Auswahl reicht von einer Grimmschen Zauberwelt über einen Wald voller Plastikmüll bis zu unzufriedenen Märchenfiguren.

In Petra Piuks Buch Rotkäppchen rettet den Wolf – Ein Nicht-Märchen ist die Großmutter nicht krank, obwohl Rotkäppchen mit Kuchen zu ihr in den Wald geschickt wird. Rotkäppchen ist selbstbewusst und frech, der Wald ist voller Plastikmüll, und der Wolf ist menschenscheu. Die Rolle des Bösewichts übernimmt Herr Wolfgang Wolf, Bürgermeister von Buchwalden an der Grimm. Er will den Wald abholzen und ein Einkaufszentrum bauen. Rotkäppchen will das verhindern, weiß aber noch nicht, wie. Das Buch ist mit Illustrationen von Gemma Palacio erschienen und umfasst 64 Seiten.

Die weiteren beiden Empfehlungen setzen ebenfalls bei Märchenfiguren an, die sich nicht mit ihrer Rolle abfinden. In einem Fall beschwert sich Rotkäppchen bei der Frau Zeichnerin, weil es sich zu klein fühlt. Es wird daraufhin größer gezeichnet, worauf der Wolf protestiert, er sei kaum noch zu erkennen. Auch ihn zeichnet Delphine Bournay größer, was beide Figuren auf einer Seite schließlich zu eng werden lässt.

Die Bücher erscheinen damit als zeitgenössische Varianten bekannter Märchenstoffe. Sie greifen Figuren und Motive der Grimm-Welt auf und verändern sie so, dass aus dem vertrauten Stoff neue Konflikte entstehen.

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