Seit rund 50 Tagen beschäftigt die Causa Weißmann den ORF und darüber hinaus die politische und öffentliche Debatte rund um den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Ausgangspunkt war am 3. März 2026 ein E-Mail an den ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer, seinen Stellvertreter Gregor Schütze und die Vorsitzende des ORF-Publikumsrats, Gabriele Zgubic-Engleder. Der Absender bat dringlich um ein Treffen wegen möglicher Malversationen und Probleme in der ORF-Generaldirektion.
Wenige Stunden später kamen Lederer, Schütze und Zgubic-Engleder in einer Anwaltskanzlei nahe dem Wiener Stubenring zusammen. Dort zeigte ihnen der Anwalt Audio-Files, Chats und Bilder. Nach den vorliegenden Angaben handelte es sich um Austausch zwischen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann und einer ORF-Mitarbeiterin.
Heinz Lederer rief danach Weißmann an und erreichte ihn beim Abendessen in einem Lokal im 18. Bezirk. Weißmann sagte später der „Krone“: „Da ist mir der Bissen im Hals stecken geblieben.“ Lederer und Schütze baten Weißmann anschließend um eine Aussprache.
Die Angelegenheit entwickelte sich seither zu einer lang anhaltenden ORF-internen und politischen Causa. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf Abläufe und Machtverhältnisse im ORF, dessen Führung seitdem unter besonderer Beobachtung steht. Wie die Angelegenheit begann, wie sie sich zuspitzte und wer welche Rolle spielte, ist Teil der öffentlichen Debatte rund um den Küniglberg.
Wie es nun weitergeht, bleibt Gegenstand der Diskussion. Fest steht nur, dass die Causa Weißmann den ORF auch nach mehreren Wochen nicht loslässt und die Aufarbeitung im Haus wie im Umfeld des Senders anhält.














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