Im Nationalrat haben die Parteien am Donnerstag über die Lage beim ORF debattiert und nach den jüngsten Skandalen am Küniglberg einen Neuanfang verlangt. Ausgelöst wurde die Diskussion von der FPÖ, die eine Aktuelle Stunde zum ORF anregte. Wie dieser Neustart aussehen soll, darüber gingen die Meinungen deutlich auseinander.
ÖVP-Generalsekretär Niko Marchetti sprach sich für eine fachlich qualifizierte Person von außen an der Spitze der Generaldirektion aus. Die FPÖ forderte dagegen den Rücktritt der Stiftungsratsspitze und die Abschaffung der „Zwangsgebühren“.
Neos und Grüne lehnten eine Vorverlegung der Wahl des Generaldirektors ab. Sie verwiesen auf die Sorge, dass die Volkspartei rasch einen ÖVP-Generaldirektor installieren könnte. Damit blieb auch in der Debatte offen, wie eine Neuaufstellung des öffentlich-rechtlichen Senders konkret erfolgen soll.
Der ORF steht seit den Skandalen am Küniglberg politisch unter Druck. Im Parlament zeigte sich zwar Einigkeit darüber, dass es einen Neuanfang braucht, über den Weg dorthin aber nicht.














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