Im Fall rund um den früheren ORF-Chef Roland Weißmann ermittelt die Staatsanwaltschaft auf Betreiben Weißmanns gegen eine ORF-Mitarbeiterin und einen Anwalt unter anderem wegen Erpressung. Weißmann selbst sieht dahinter eine Intrige. Parallel dazu wird auch die Rolle von ORF-Manager Pius Strobl thematisiert, der laut dieser Darstellung die Mitarbeiterin dazu verleitet haben soll, 2021 und 2022 über längere Zeit Telefongespräche mit Weißmann mitzuschneiden.
Für den Anwalt der betroffenen ORF-Mitarbeiterin gibt es inzwischen ebenfalls rechtlichen Beistand: Er wird von Alexander Prenner vertreten. Der Name des von ihm vertretenen Anwalts soll nicht veröffentlicht werden. Der Fall zieht damit weitere Kreise und bekommt nach und nach neue Verfahrensschritte.
Weißmanns Intrigen-These knüpft an frühere Vorwürfe gegen Strobl an. Der ORF-Manager war bereits 2010 in einen Abhörskandal verwickelt und musste zurücktreten. Damals soll er eine Mitarbeiterin dazu angestiftet haben, Gespräche zwischen ORF-Direktoren, Stiftungsräten und Journalisten mitzuschneiden. Diese Vorgeschichte spielt nun auch im aktuellen Verfahren eine Rolle.
Nach Angaben aus dem Fall werden zudem weitere sogenannte Cold Cases wieder aufgerollt. Der Konflikt am Küniglberg entwickelt sich damit zu einem Verfahren mit mehreren Ebenen, das über den konkreten Vorwurf gegen die beiden Beschuldigten hinausreicht.














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