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Paganini mit Ironie: Benjamin Schmid im Musikverein

Redaktionelle Szene zum Thema „Paganini mit Ironie: Benjamin Schmid im Musikverein“

Im Musikverein hat Benjamin Schmid am Nachmittag mit der Wiener Akademie unter Martin Haselböck Paganinis Violinkonzert Nr. 2 in h-Moll op. 7 gespielt. Der Geiger präsentierte das halbstündige Werk mit sicht- und hörbarem Spaß, blieb dabei aber stets respektvoll gegenüber der Vorlage.

Schmid ging mit den prototypischen Verzierungen, virtuosen Ausbrüchen und Tonleitern mit harmonischen Rückungen unterschiedlich um: teils spielte er sie lasziv verschliffen, teils im größtmöglichen Kontrast dazu als glasklar perlende Passagen. In der Kadenz pfiff er sich kokett selbst eine weitere Stimme dazu. Martin Haselböck gab dem Orchester im nächsten Einsatz entsprechend viel Elan mit.

Besonders im beliebten dritten Satz, dem Rondo „La campanella“, bewies Schmid laut Bericht sein dezent humoristisches Talent. Das helle Glöckchen, das dem Satz den Namen gibt, scheppert dort auffällig und bildete zugleich die Verbindung zum zweiten Konzertteil, in dem Franz Liszt Paganinis Thema ebenfalls verarbeitete.

Am Ende gab es viel Applaus für Schmid. Seine Interpretation wirkte souverän, ohne dass daran Zweifel aufkamen.

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