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Russland kehrt zur Biennale Venedig zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Russland kehrt zur Biennale Venedig zurück“

In Venedig beginnt kommende Woche die 61. Kunstbiennale, und mit ihr kehrt Russland erstmals wieder mit einem eigenen Beitrag zurück. Der russische Pavillon soll für ein eher folkloristisches Musikfestival nur vier Tage lang geöffnet sein. Die Biennale, die als älteste Kunstbiennale der Welt gilt, ist in diesem Jahr von politischen Fragen geprägt.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei nicht nur die nationalen Beiträge, sondern auch die Bedingungen, unter denen Länder auftreten. Israel verpflichtet seinen Künstler vertraglich zur Öffnung des Pavillons. Die USA schicken eine Ex-Hundefutterverkäuferin und einen bislang unbekannten Bildhauer. Insgesamt nehmen 99 Nationen teil, darunter Russland, Iran, Israel, Katar und die USA.

Die Biennale versteht sich seit jeher auch als Spiegel internationaler Spannungen und Selbstbilder. Gerade in Venedig zeigt sich das besonders deutlich, weil die Länderbeiträge nicht nur in Einmietungen über die Stadt verteilt sind, sondern auch in den historischen Giardini mit festen Pavillons verankert werden. Dort besitzen 29 Nationen eigene Häuser.

Dass Russland wieder vertreten ist, fällt in eine Ausgabe, die stark von der Weltlage überlagert wird. Im Umfeld der Biennale wird deshalb kaum allein über Kunst gesprochen, sondern ebenso über Präsenz, Ausschluss und die Rolle der teilnehmenden Staaten. Die Veranstaltung startet kommende Woche mit den Preview-Tagen für geladenes Publikum und Presse.

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