ÖVP-Chef und Bundeskanzler Christian Stocker hat das erstinstanzliche Urteil gegen den bisherigen ÖVP-Klubobmann August Wöginger als „sehr hart“ bezeichnet. Nach dem Schuldspruch im „Postenschacher“-Prozess sagte Stocker, er respektiere die Entscheidung und die Gründe Wögingers, die Funktion des Klubobmanns zurückzulegen.
An seinem persönlichen Verhältnis zu Wöginger ändere sich nichts, betonte der Kanzler. Er dankte ihm im Namen der Österreichischen Volkspartei für seine „langjährige, erfolgreiche Tätigkeit als Klubobmann“. Zugleich sagte Stocker, er persönlich hätte Wöginger in diesem Verfahren einen Freispruch gewünscht.
Stocker verwies auch darauf, dass Wöginger Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen will. Das Urteil sei „im Strafausmaß sehr hart“, sagte der ÖVP-Chef. Für Wöginger selbst hatte er nach eigenen Worten als Parteichef und Kanzler keine Veränderung im persönlichen Verhältnis.
Auch ÖVP-Generalsekretär Christian Marchetti stellte sich hinter Wöginger. Er stärkte ihm den Rücken und erklärte, der Abgeordnete habe weiterhin das Vertrauen der Partei.













