Heinz-Christian Strache ist am Mittwoch in Wien erneut vor Gericht gestanden. Zum Auftakt des Untreue-Prozesses wurde der frühere FPÖ-Chef von seinem Mitangeklagten belastet, zugleich zeigte sich der Vorsitzende Richter Christian Böhm skeptisch. Strache bestreitet die Vorwürfe.
Im Zentrum des Verfahrens steht eine Versicherung, die einst die FPÖ Wien für ihre Obleute abgeschlossen hat. Über die Frage, ob sich Strache in diesem Zusammenhang der Untreue schuldig gemacht hat, entscheidet ein Schöffensenat am Wiener Landesgericht für Strafsachen. Der Prozess wurde am 27. Mai 2026 eröffnet.
Zu Beginn legte Richter Böhm laut der vorliegenden Schilderung eine ungewöhnlich direkte Haltung an den Tag. Mit den Worten „Darf ich das jetzt so sagen? So wirklich überzeugen Sie mich nicht.“ machte er deutlich, dass ihn eine Darstellung im Verfahren nicht überzeugt. Die Bemerkung fiel während des Auftakts des Prozesses gegen den früheren Vizekanzler.
Belastet wurde Strache von seinem Mitangeklagten Christian Böhm, der erklärt habe: „Er hat mich gedrängt, ich wurde gezwungen.“ Damit trat gleich zu Verhandlungsbeginn ein zentraler Konflikt im Verfahren offen zutage. Strache weist die Anschuldigungen zurück.
Der Prozess reiht sich in die juristische Aufarbeitung rund um den früheren FPÖ-Chef ein, der erneut mit Vorwürfen aus seiner Zeit in der Parteispitze konfrontiert ist. Das Verfahren wird vor dem Wiener Landesgericht für Strafsachen geführt.













