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Teilzeit wird zum Streitpunkt der Koalition

Redaktionelle Szene zum Thema „Teilzeit wird zum Streitpunkt der Koalition“

Die Teilzeit ist eines der wenigen Streitthemen in der Koalition aus Türkis-Rot-Pink. Das neue Budget könnte in einzelnen Bereichen helfen, die Debatte zu entschärfen. Im Zentrum steht die Frage, wie viele Menschen in Österreich nicht voll arbeiten, weil die Rahmenbedingungen fehlen, und wie viele es, kurz gesagt, einfach nicht wollen.

Ausgelöst wurde die Diskussion im vergangenen Sommer von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Er sprach von „Lifestyle-Teilzeit“ und machte damit deutlich, dass die Regierung bei dem Thema unterschiedliche Akzente setzt. Teilzeit sei dann akzeptabel, wenn Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreut werden müssten, sagte er. Für die Frage der Arbeitszeit sei das aber nur ein Teil der Erklärung.

Gerade an diesem Punkt prallen in der Koalition unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Die Teilzeit ist damit nicht nur eine arbeitsmarktpolitische Frage, sondern auch ein Thema, mit dem ÖVP und SPÖ ihr Profil schärfen. Die politische Relevanz ergibt sich vor allem daraus, dass die Regierung sonst als vergleichsweise harmonisch gilt und nur wenige offene Konflikte sichtbar sind.

Welche Wirkung das neue Budget in diesem Zusammenhang haben wird, bleibt auf Teilbereiche beschränkt. Dass es überhaupt als möglicher Beitrag in der Diskussion genannt wird, zeigt aber, dass die Frage der Teilzeitarbeit längst nicht mehr nur als individuelles Lebensmodell behandelt wird. Sie ist zu einem Politikum geworden, an dem sich die unterschiedlichen Vorstellungen über Arbeit, Verantwortung und staatliche Rahmenbedingungen bündeln.

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