Im Prozess um ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte werden heute die Urteile verkündet. Den Angeklagten wird vorgeworfen, 2017 einem ÖVP-Bürgermeister den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau verschafft zu haben. Im Raum stehen Haftstrafen und bei den Beamten unter bestimmten Voraussetzungen auch Amtsverlust.
Alle drei Angeklagten plädieren auf nicht schuldig. Ihre Verteidiger streben einen Freispruch an. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft fordert hingegen eine unbedingte Strafe.
Zusätzlich wird den beiden Finanzbeamten auch falsche Beweisaussage vorgeworfen. Für den Fall eines Schuldspruchs sieht der Strafrahmen laut Angaben im Verfahren Haftstrafen von sechs Monaten bis fünf Jahren vor.
Der Fall ist politisch heikel, weil er einen führenden Mandatar der ÖVP betrifft. Wöginger steht damit in einem Verfahren im Zentrum, das mögliche Folgen nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die betroffenen Beamten haben kann.













