Deutschland plant eine Abgabe auf zuckerhaltige Softdrinks. In Österreich dürfte die Diskussion über eine Zuckersteuer erneut politisch versanden. Auch im Gesundheitsministerium in Wien zeigt man sich nach den vorliegenden Angaben wenig interessiert, obwohl es für eine sogenannte Soda Tax fundierte Argumente gibt.
Aus dem Büro von Gesundheitsministerin Korinna Schuhmann (SPÖ) heißt es, Vor- und Nachteile einer Zuckersteuer müssten sorgfältig abgewogen werden. Zugleich verweist das Ministerium darauf, dass eine solche Abgabe nicht im Regierungsprogramm steht.
Mit dem Vorstoß rückt Österreichs Nachbar Deutschland in den Kreis jener europäischen Staaten, die auf zuckerhaltige Limonaden eine Abgabe verlangen. Genannt werden etwa Finnland, Belgien und Frankreich. Gerade Softdrinks gelten dabei als naheliegender Ansatzpunkt, weil sich die Produktgruppe klar abgrenzen lässt. Bei anderen Süßigkeiten sei die Trennlinie zum Gebäck rasch unscharf.
Dazu kommt, dass Zucker laut den vorliegenden Angaben in flüssiger Form besonders stark konsumiert wird. In Österreich werden demnach täglich rund 23 Gramm Zucker über Softdrinks aufgenommen, über Süßigkeiten dagegen 15 Gramm. Die Frage, ob eine Zuckersteuer gesundheitspolitisch sinnvoll wäre, steht damit erneut im Raum – politisch entscheidend geworden ist sie in Österreich bislang aber nicht.














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