Das steirische Start-up Emerald Horizon arbeitet an einem Thoriumreaktor und sorgt damit für Aufmerksamkeit in der Atomforschung. Das Unternehmen, das vor Kurzem an die Börse ging, will einen sogenannten SMR, also einen small modular reactor, auf den Markt bringen.
Thoriumreaktoren gelten als ein alternatives Konzept zur herkömmlichen Kernenergie. Im Fall von Emerald Horizon ist der Reaktor klein ausgelegt und soll nicht einige Hundert Megawatt liefern wie das chinesische Projekt in der Wüste Gobi, sondern 25. Der modulare Ansatz bedeutet, dass sich je nach Bedarf mehrere Reaktoren zusammenschalten lassen.
Über den Thoriumreaktor war bereits im Zusammenhang mit dem chinesischen Vorhaben berichtet worden. Dort ist nach den vorliegenden Angaben geplant, bis 2028 den ersten solchen Reaktor in Betrieb zu nehmen. Auch in Europa nimmt das Thema damit Fahrt auf – diesmal mit einem österreichischen Unternehmen als Akteur.
Emerald Horizon stammt aus der Steiermark und hat sich mit dem Börsengang öffentlich stärker positioniert. Dass die Firma auf diesem Feld Ambitionen hat, macht sie zu einem Projekt, das in der Wissenschafts- und Energieentwicklung beobachtet wird.
Thorium wird in diesem Zusammenhang als Rohstoff genannt, der in großen Mengen verfügbar sein soll. Für die Forschung und die Energiebranche bleibt das Konzept vor allem deshalb interessant, weil es eine andere technische Richtung als die bislang verbreiteten Reaktormodelle verfolgt.













