Vor der kroatischen Insel Mljet haben Unterwasserarchäologen mehr als 40 Goldobjekte aus einem byzantinischen Schiffswrack geborgen. Zu den Funden gehören vier aufwendig verzierte goldene Gürtelgarnituren, ein mit Edelsteinen geschmücktes Schmuckstück und ein goldener Siegelring mit dem Bildnis eines Kaisers.
Das Wrack liegt bei Polače auf Mljet in einer Tiefe von rund 32 bis 40 Metern. Das kroatische Restaurierungsinstitut untersucht die Gewässer rund um die Insel seit Jahren. Das Projekt „Tatinica – byzantinisches Schiffswrack“ läuft an der Fundstelle seit 2015; bis Juli 2026 wurden dort neun archäologische Forschungskampagnen durchgeführt.
Goldmenge von rund 600 Gramm
Nach Reinigung und Restaurierung wiegen die mehr als 40 Goldobjekte insgesamt rund 600 Gramm. Nach Angaben der Forscher ist dies die bislang größte Goldmenge, die auf einem Schiffswrack im gesamten Mittelmeer gefunden wurde.
Die Funde werfen ein neues Licht auf das Schiff, das vor rund 1300 Jahren in der Adria unterging. Besonders hervorzuheben sind die vier vollständigen goldenen Gürtelgarnituren sowie der Kaiserring, der zu den herausragenden Stücken des Fundes zählt.
Der Fund vor Mljet gehört damit zu den bemerkenswerten archäologischen Entdeckungen in der Region. Für die Forschung liefert er Hinweise auf Reichtum und Ausstattung des Schiffes sowie auf die Bedeutung des Wracks für die Erforschung der byzantinischen Seefahrt.













