Beim Nato-Gipfel in Ankara hat Donald Trump die Bündnispartner mit scharfer Kritik und wechselnden Signalen verunsichert. Der US-Präsident trat öffentlich konfrontativ auf, stellte zugleich aber der Ukraine eine wichtige Zusage bei der Luftabwehr und bei finanziellen Hilfen in Aussicht.
Nach den vorliegenden Angaben zeigte Trump in Ankara zwei Gesichter. Hinter den Kulissen soll er sich deutlich zurückhaltender verhalten haben, während er öffentlich Spanien kritisierte und mit Blick auf Handelsbeziehungen drohte. Zugleich nutzte er den Gipfel, um seine Unzufriedenheit mit der Nato zu artikulieren und seine Pläne für Grönland zu betonen.
Besonders im Fokus stand dabei die Ukraine. Trump gab grünes Licht für die Lizenzfertigung von Patriot-Raketen. In der Bewertung des Treffens gilt das als Durchbruch. Die Zusage fiel in eine Phase, in der die Unterstützung für die ukrainische Luftabwehr für Kiew von zentraler Bedeutung bleibt.
Gleichzeitig bleibt Trumps Verhältnis zum Bündnis belastet. Zwar stimmte er der Beistandsverpflichtung der Nato zu, doch an seiner Verlässlichkeit für die Partner bestehen weiter Zweifel. Gerade deshalb wurde das Treffen in Ankara als kritisch wahrgenommen: Einerseits signalisierte Trump Zustimmung, andererseits stellte er die Nato mit seinen öffentlichen Auftritten erneut vor Fragen.
Das Gipfeltreffen machte damit vor allem eines deutlich: Die Nato muss auch unter einem US-Präsidenten Trump mit widersprüchlichen Signalen aus Washington rechnen. Für die Ukraine war die Zusage zur Patriot-Fertigung dennoch die greifbarste konkrete Folge des Treffens.













