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Abnehmspritze führt zu seltenem Magenbezoar – Ärzte setzen auf Cola statt OP

Redaktionelle Szene zum Thema „Abnehmspritze führt zu seltenem Magenbezoar – Ärzte setzen auf Cola statt OP“

Eine 63-jährige Frau hat nach der Einnahme von Semaglutid starke Bauchschmerzen, Übelkeit und anhaltendes Erbrechen entwickelt. Statt einer Operation entschieden sich Ärzte in diesem Fall für eine ungewöhnliche Behandlung: 1,5 Liter Diät-Cola.

Die Patientin litt an Typ-2-Diabetes und Adipositas und nahm den Wirkstoff seit rund einem Jahr ein. Semaglutid steckt auch in den Medikamenten Ozempic und Wegovy. Nachdem die Frau etwa 18 Kilogramm abgenommen hatte, traten laut Bericht anhaltende Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit sowie brennende Schmerzen im Oberbauch auf, die bis in den Rücken ausstrahlten.

Säureblocker aus der Apotheke brachten keine Besserung, deshalb suchte die 63-Jährige die Notaufnahme auf. Dort zeigten Untersuchungen, dass der Magen teilweise mit unverdautem Nahrungsbrei gefüllt war. Eine Magenspiegelung bestätigte schließlich einen Magenbezoar – eine verhärtete Ansammlung unverdaulicher Nahrungsreste.

Der ungewöhnliche Fall wurde im „The New England Journal of Medicine“ beschrieben. Nach Angaben aus dem Bericht setzten die Ärzte auf Diät-Cola, um den Bezoar zu behandeln. Die Patientin sei dadurch gerettet worden, heißt es in der Darstellung des Falls.

Der Fall zeigt eine seltene Komplikation bei einer Therapie mit Semaglutid. Was zunächst wie eine typische Nebenwirkung des Abnehm-Medikaments wirkte, entpuppte sich als deutlich ungewöhnlicher Befund im Magen.