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Jens Spahn gibt Fraktionsvorsitz auf

Redaktionelle Szene zum Thema „Jens Spahn gibt Fraktionsvorsitz auf“

Jens Spahn ist als Fraktionschef von CDU und CSU zurückgetreten. Der Schritt folgt auf wachsende Kritik an seinem Verhalten im Zusammenhang mit Leihmutterschaft und auf einen Vertrauensverlust in Partei und Öffentlichkeit. Spahn zog die Konsequenz, bevor er in der Fraktion abgewählt wurde.

Die CDU hatte ihm nach Angaben aus dem Umfeld den Vorwurf der Doppelmoral nicht verziehen. Spahn hatte nach außen politisch Position bezogen, während ihm zugleich sein eigenes Handeln in dieser Frage vorgehalten wurde. Der Druck kam demnach nicht nur aus der Union selbst, sondern auch von Verbänden und Kirchen.

Spahn hatte noch gehofft, bis zur nächsten Fraktionssitzung im September im Amt bleiben zu können. Nach den anhaltenden Angriffen auf seine Glaubwürdigkeit erschien dieser Plan jedoch nicht mehr haltbar. Der Rücktritt kam damit nicht überraschend, sondern als Folge eines innerparteilich bereits feststehenden Stimmungsumschwungs.

CDU-Chef Friedrich Merz bezeichnete Spahns Rücktritt als „richtig und unvermeidlich“. Als Nachfolger ist Thorsten Frei vorgesehen. Damit stellt sich die Fraktion personell neu auf, nachdem der Fall Spahn für erhebliche politische Belastung gesorgt hat.

Spahn selbst hatte in einem Podcast erklärt, ihm sei seine Familie wichtiger als seine politische Karriere. Mit diesem Schritt stellte er sich auf seinen Abgang ein. Für die CDU ist der Rücktritt auch ein Signal, wie empfindlich die Partei auf Fragen der persönlichen Glaubwürdigkeit an der Spitze reagiert.