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Mehr Kinderbräute? Österreich verschärft den Kampf gegen Zwangsverheiratung

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehr Kinderbräute? Österreich verschärft den Kampf gegen Zwangsverheiratung“

Österreich setzt vermehrt Maßnahmen gegen Zwangsverheiratung von Frauen und Mädchen, während international die Sorge vor einem krisenbedingten Anstieg des Phänomens wächst. Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte Kinderbräute, also minderjährige Mädchen, die verheiratet werden. Ein Besuch bei Unicef in New York zeigt, wie das Thema auf internationaler Ebene verfolgt wird.

Im Büro des UN-Kinderhilfswerks Unicef in New York hat James Gray an einem langen Tisch Platz genommen. Draußen fließt der East River vorbei. Gray hat lange in Afrika und Asien gearbeitet, oft unter schwierigen Bedingungen. Sein Schwerpunkt war dabei derselbe: Gewalt gegen und Ausbeutung von Kindern in Krisen- und Konfliktgebieten.

Die Lage gilt international als besonders heikel, weil Krisen das Risiko für Zwangsverheiratungen erhöhen können. In diesem Zusammenhang wird von einem möglichen Anstieg des Phänomens gesprochen. Die Entwicklung betrifft nicht nur Länder in Krisenregionen, sondern rückt auch Österreich stärker in den Blick.

Dort werden nach den vorliegenden Angaben vermehrt Maßnahmen gegen Zwangsverheiratung von Frauen und Mädchen gesetzt. Das Thema hat damit auch innenpolitische Bedeutung, weil es um den Schutz Minderjähriger und um den Umgang mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen geht.

Der Blick nach New York verdeutlicht zugleich, dass es sich um ein internationales Problem handelt, das von den Vereinten Nationen und ihren Organisationen beobachtet wird. In Krisen- und Konfliktgebieten ist die Gefahr für betroffene Kinder besonders groß. Genau dort setzt die Arbeit von Unicef an, wie der Besuch bei James Gray zeigt.